Die Erlanger Grüne Liste wurde 25 Jahre alt. Ihr erster
Stadtrat blickt auf Spontizeiten zurück und kritisiert
den Wandel der Grünen auf dem Weg zur Macht
Smart Ass Dynamite & The New Generation Of Destructive Entertainment
Das ist wohl der Monat der längsten Bandnamen bei meinen Reviews und
so lange wie ihr Name ist, hat uns diese Band auch in punkto Aufnahmen
zappeln lassen. Aber lasst euch sagen: dieses Album war das Warten
wert. Schon mal die Verpackung: Wunderschön aufwendige farbige
Collagen, die an Old School Punk Schnipsel- & Kleberdesign
erinnert, aber diese ins Computerzeitalter rübertransformiert
- sehr stylish. Dazu ein 12-seitiges Riesenbooklet, ebenfalls
in diesem Stil: Texte als Collagen, viel Bilder. Wow! Und dann
noch schweres Vinyl, nobel! Ein echtes SammlerInnenstück.
Deshalb gibt’s das auch nicht extra auf CD, sondern der Vinylversion
liegt eine CD-R bei - ein Versuch, Leute, die schändlicherweise
keine Plattenspieler besitzen, von Vinyl-Ästhetik zu überzeugen?
Und die Musik? Aus den smarten Jungs ist inzwischen destruktiv
rockendes Dynamit geworden. Das düster-desperate Gefühl
und auch die knallharte fies-pushende Rhythmik, die Bands wie
Jesus Lizard früher rüberbrachten, trifft auf eine lyrisch-sarkastische
und bei allem Noise poppige Monorchid- oder Dead Kennedys-Attitüde,
die sich oft auch gegen die Shouter selbst richtet und unter die
Haut geht - "dress like your father, smile like your mother
and die like that crazy little kid in your skin". Unter uns
gesagt: Ich hasse es ja, Platten von Bands zu besprechen, die
ich persönlich kenne und liebe, aber mal ehrlich: intensiver
und fordernder hat schon lange nichts mehr aus dem Süden
Deutschlands gerockt.