zeitung für den grossraum nürnberg - fürth - erlangen
 
Nr. 5             19. März 2001

INHALT

Editorial
Internationales
Revolutionäre Zellen
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Kultur&Medien
Diskussion
Kommentiertes
Kultur & Musik
Veranstaltungen
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Editorial
 
Zum Geleit


 
Internationales
 
Schleppende Strafverfolgung der Nürnberger Justiz gegen argentinische Militärs


Kriegsverbrecher zum Einsatzleiter befördert

Das neue Antiterrorismus Gesetz in Spanien



 
Revolutionäre Zellen
 
Interview mit Klaus Viehmann: Die Justiz und die Revolutionären Zellen

 
 
Regionales
 
Das Nürnberger Scharrer Gymnasium will keine Brutstätte für Nazis sein - aber auch nicht für Antifas

Rülpser im Gästebuch der Ausstellung "Partigiani"

Eine Umfrage der Stadt Erlangen: Haben sie Kontakt mit Ausländern?


 
Bewegtes
 
Neues vom Castor
Spaniens neues AusländerInnengesetz

Freiheit für Thung


 
Kultur&Medien
 
pop und krieg

CD-Besprechung: Keine Macht für Niemand

Deutsch-Israelisches Radiomagazin bietet Brückenschläge und Kontroversen

Compilation von Punkplanet

Filmbüro Franken fördert den Nachwuchs

Spielespass im Altertum

Buch: John Lee Hooker, der Boogieman


 
Diskussion
 
Zum Verhältnis usw.


 
Kommentiertes
 
Über Finklsteins Buch "Holocaustindustrie"

Bündnis für Arbeit - Bündnis der Geisselnehmer

Wolfgang Schlicht über die Ereigisse des Monats


 
Kultur & Musik
 
Frauenkabarett: Glanz im unterentwickelten Norishausen


 
Veranstaltungen
 


Bewegtes

 

Käfige gehen, Glaskokillen kommen

Aktionen gegen den Castortransport nach Gorleben

"Käfige oder Zellen?", fragt Thomas Plate, Kreisvorsitzender der Polizeigewerkschaft aus Müggenburg in einem Leserbrief an die Elbe-Jeetzel-Zeitung (Lüchow) und bricht eine Lanze für Käfige: "Wenn man einmal akzeptiert, dass es nicht nur Zellen mit Kalksandstein- oder Beton-, sondern auch mit Drahtgeflechtwänden gibt, die sogar während der Weltausstellung Expo eingesetzt wurden, so verliert sich der Verdacht einer geplanten, menschenunwürdigen Unterbringung." CastorgegnerInnen - nur für sie wurden die Käfige nach Gorleben geliefert - werden sich nun doch nicht umgewöhnen müssen. Die "mobilen Gewahrsamzellen" wurden wieder abgebaut und nach Hannover zurückgebracht. Damit will die Polizei "ein Zeichen setzen" und vor dem Castor-Transport nach Gorleben "die Situation entkrampfen". Man habe Alternativen gefunden und als letzte Reserve böten sich auch Wohncontainer an.
Die Anti-AKW-Initiativen aus dem Wendland laden alle ein, das Unterkunftsangebot rund um Gorleben selbst zu beurteilen: Am 27. März soll nach mehrjähriger Pause wieder der Castor nach Gorleben rollen.

Zum ungestörten Betrieb der Reaktoren in der BRD gehören in den nächsten Jahren Atommülltransporte in die WAAs in La Hague und in Sellafield. Parallel dazu werden Zwischenendlager an den AKW-Standorten errichtet, um ab etwa 2005 die WAA-Transporte überflüssig zu machen. Zumindest von Seiten der französischen Regierung gibt es dafür aber ein Junktim: Wenn nicht "Glaskokillen" aus La Hague nach Gorleben verbracht werden, darf kein neuer hochradioaktiver Müll aus BRD-AKWs in die Normandie.

"Die Grinsgesichter der Bundesregierung stellen sich unter dem Atomausstieg im Konsens den gesicherten und modernisierten Weiterbetrieb der Atomanlagen bis etwa ins Jahr 2026 vor." Das ist nicht gut. Deshalb ließen die Anti-AKW-Initiativen den Jürgen am runden Tisch alleine sitzen und rufen auf zu Aktionen gegen Castor und Co. Dazu gibt es bisher folgenden Zeitplan:
17.3. "Bahnhofsmission" - dezentrale Aktionen in Städten und Regionen bei Bahnhöfen und woanders
X-Minus-Phase:
24. März ab 11 oder 12 Uhr: Sterndemos und große gemeinsame Auftaktkundgebung in Lüneburg, danach koordiniert weiter in die Camps entlang der Castorstrecke
25. März: Stunkparade der bäuerlichen Notgemeinschaft, geplant von Gorleben nach Hitzacker;
Stunk der Schienencamps ohne Parade Richtung Hitzacker
26. März: Tag der Bahnübergänge - Besichtigung und Querung der Bahn-Über- und Unterführungen zwischen Lüneburg und Dannenberg sowie allgemein buntes Treiben auf der Transportroute.
TAG X. 27. und 28. März: Zwischen Lüneburg und Gorleben liegen über 50 km Schienentransportstrecke und knapp 20 km Straßenroute - davor liegt ein weites Feld.

Infos: Büro der BI Lüchow-Dannenberg, Drawehner Str. 3, 29394 Lüchow
Info-Hotline (Ständig aktuelle dreiminütige Ansage) 0 58 41 - 70 92 82
Tel. 0 58 41 - 46 84, www.castor.de


w.m.