zeitung für den grossraum nürnberg - fürth - erlangen
 
Nr. 5             19. März 2001

INHALT

Editorial
Internationales
Revolutionäre Zellen
Regionales
Bewegtes
Kultur&Medien
Diskussion
Kommentiertes
Kultur & Musik
Veranstaltungen
Adressen
Impressum
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Editorial
 
Zum Geleit


 
Internationales
 
Schleppende Strafverfolgung der Nürnberger Justiz gegen argentinische Militärs


Kriegsverbrecher zum Einsatzleiter befördert

Das neue Antiterrorismus Gesetz in Spanien



 
Revolutionäre Zellen
 
Interview mit Klaus Viehmann: Die Justiz und die Revolutionären Zellen

 
 
Regionales
 
Das Nürnberger Scharrer Gymnasium will keine Brutstätte für Nazis sein - aber auch nicht für Antifas

Rülpser im Gästebuch der Ausstellung "Partigiani"

Eine Umfrage der Stadt Erlangen: Haben sie Kontakt mit Ausländern?


 
Bewegtes
 
Neues vom Castor
Spaniens neues AusländerInnengesetz

Freiheit für Thung


 
Kultur&Medien
 
pop und krieg

CD-Besprechung: Keine Macht für Niemand

Deutsch-Israelisches Radiomagazin bietet Brückenschläge und Kontroversen

Compilation von Punkplanet

Filmbüro Franken fördert den Nachwuchs

Spielespass im Altertum

Buch: John Lee Hooker, der Boogieman


 
Diskussion
 
Zum Verhältnis usw.


 
Kommentiertes
 
Über Finklsteins Buch "Holocaustindustrie"

Bündnis für Arbeit - Bündnis der Geisselnehmer

Wolfgang Schlicht über die Ereigisse des Monats


 
Kultur & Musik
 
Frauenkabarett: Glanz im unterentwickelten Norishausen


 
Veranstaltungen
 


Editorial

 

EDITORIAL

RZ: Dekonstruktion von Kultur? Ja gerne. Aber könnten wir nicht beim Editorial beginnen?

ZR: Zu bedenken wäre aber, dass das Editorial konstruktivierende Aufgaben des Identitären übernimmt. Deshalb müsste einer Dekonstruktion die Konstruktion des Subjektes unter Berücksichtigung des Warenwertes vorhergehen. Kultur und Politik können demnach nur als Einheit der Zweiheit gedacht werden.

RZ: Ein durch Layoutbestimmungen exiliertes, somit dem identitären Kontext entrissenes fragliches Subjekt hat doch einfach eine relativ geringe Prägnanz. Obwohl natürlich Rationalität fehl am Platze ist, aber mit dem Warenwert gebe ich Dir in diesem Zusammenhang Recht.

ZR: Der ewige Bezug der Linken auf die Rationalität führt doch nur dazu, dass Langeweile vom Individuum Besitz ergreift. Dem sollten wir endlich neue Politikkonzepte entgegensetzen, die vermittelbar sind und die Fragmentierung des/der Autonomen hin zur identitätren Kultur aufhebt.

RZ: Protect from freezing das steht ja auch traditionell bei Cantina di Montalcino zu lesen. Und damit haben sie verdammt recht.

ZR: Bleibt der Einwand, den der Kommunist Iwan in Testcard#10 formuliert, dass ein Kümmel niemals die Gitterkäfige verhindern wird, auch wenn die herrschende Klasse dies seit Buback forciert hat.

RZ: Und vom Schneehasenjagen wird die Welt auch nicht grüner und die Innenstädte nicht sauberer! Was ja eigentlich zu begrüßen ist.

ZR: Das ist doch typisch linke Arroganz! Wenn das Sicherheitsbedürfniss der BürgerInnen uniform geht mit den Lippenbekenntnissen alter Golfkriegs-Veteranen, muss die Linke, ihr Verhältnis zu Rio Reiser und anderen Ikonen des Antiquitätengewerbes neu überdenken. Vielleicht reicht es aber auch wenn sie drüber schläft oder es unter ihr Kopfkissen legt.

RZ:TerroristInnensympatisantInnengesetzesverschärfungsgegenaktivitäten in Barcelona sind ein Anfang, Zeittotschläger und Horoskope erscheinen bedingter geeignet.
ZR: Reicht das jetzt? In einer in diesem Heft werbenden Kneipe ist nämlich heute Caipirinha-Tag, Rülps.