zeitung für den grossraum nürnberg - fürth - erlangen
 
Nr. 8             16. Juni 2001

INHALT

Regionales
Bewegung
Kommentiertes
Musik & Literatur
Mensch & Maschine
Veranstaltungen
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Regionales
 
Bundeswehr wirbt mit Ausstellung um Verständnis: "Unser Heer"


7. antisemitischer Anschlag in Weiden innerhalb eines Jahres


Jugendlichne in Schwabach platzt der Kragen


Staatsanwalt: Augsburger Flugblatt gegen Sudetendeutsches Treffen ist Volksverhetzung


Scharfe Kritik von VelofreundInnen an städtischer Verkehrspolitik


Protest gegen NPD Infostand mit gerichtlichem Nachspiel


Keine Zone für die rechtsextreme Fränkische Aktionsfront


Amberg: Mit antisemitischen Thesen in den Landrat?


 
Bewegung
 
Die zweite Demo im Internet richtet sich gegen Abschiebegeschäfte der Lufthansa


Grenzcamp 2001:
Die inneren Grenzen im Visier - Abschiebeknoten Flughafen Frankfurt


Interview mit AkteuerInnen einer neuen Aktionsform in Italien


Verteidigung von RZ-Angeklagten kritisiert Verschleppung des Prozesses




Kommentiertes
 
Zum neuen Einwanderungsgesetz


2. Diskussionsbeitrag zu "Homophobie in der Linken"


Asyl und Eierhaltung


Wolfgang Schlicht über die Ereignisse aus 30 Tagen



  
Musik & Literatur
 
Rassismus in der Kinderliteratur: Spurensuche am Beispiel Afrikas


Rechte Tendenzen in der Popmusik


Subaudio und andere Internet- Musikmagazine


Kunstkeller O 27 wird Treffpunkt für die Musikszene


Freudschüler Otto Gross
-
"Der Almanach für Einzelgänger"


Vom Anteil der Dummen an der Gesellschaft
-
Enzyklopädie der Dummheit




 
 
Menschen & Maschinen
 
Ausstellung über den Umgang mit behinderten Menschen und den Begriff der Normalität


Internationales Forum für Theater der Bilder, Figuren und Objekte


Versuche auf dem Gebiet der künstlichen Intelligenz im Internet



 
Veranstaltungen
 

Musik & Literatur

 

Neues im subkulturellen Bereich

Fürth: Kunstkeller „O 27“

Es tut sich was in Fürth im subkulturellen Bereich, wer hätte das gedacht? In der Ottostraße 27, einem Gebäude, in dem derzeit ein Internetcafe und andere Angebote des Jugendamtes untergebracht sind, soll hinter dem Fürther Bahnhof ein neuer Treffpunkt für die Musikszene, doch auch für andere Interessierte entstehen. „Wir haben rund 300 Quadratmeter im alten Luftschutzkeller zur Verfügung und wollen dort 8 Übungsräume für Bands und einen großen Vereinsraum entstehen lassen“, berichtet Anne vom neu gegründeten Verein Kunstkeller e. V., der hinter dem Projekt steht, das bereits kurz und liebevoll O 27 genannt wird. Hintergrund des Vorhabens: Die bevorstehende Schließung des Musikhauses, das zuletzt im Kulturforum Schlachthof untergebracht war und dort Übungsmöglichkeiten für Bands anbot. „Da musste einfach was Neues her, sonst gäbe es in Fürth überhaupt keine Auftrittsmöglichkeiten mehr, gerade für kleine Bands mit Mini- Gigs. Wir wollen uns gegen die zunehmende Professionalisierung und Kommerzialisierung wenden und ein internes Podium für Neuheiten bieten“, so Anne vom Vereinsvorstand.

Ende Juni sollen die Renovierungsarbeiten beginnen, wobei die rund 50 Vereinsmitglieder selbst kräftig Hand anlegen und Eigenleistung erbringen wollen. „Wir hoffen, bereits im September zu eröffnen, aber die Bauarbeiten können sich durchaus bis Ende des Jahres hinziehen, weil viel zu tun ist“, erläutert Anne, die selbst auch Musik macht. Dabei sei es für das Projekt besonders wichtig, in alle Richtungen offen zu sein, gerne würde man z. B. mit Leuten aus dem Hip Hop- , Rock - oder Theaterbereich in Kontakt kommen, auch Lesungen sind geplant. Neue Aktive sind also gern gesehen und auch der Verein kann Zuwachs vertragen. Denn die Konzession bezieht sich leider nicht auf öffentliche Veranstaltungen, sondern nur auf vereinsinterne Treffen und Darbietungen. Aber mensch kann ja Mitglied werden!

Erfreulicherweise wird das Projekt von der Stadt Fürth in Zusammenarbeit mit Bund und Land gefördert im Rahmen des Programms „Soziale Stadt“, das sich der etwas verödeten westlichen Fürther Innenstadt annehmen und die „Problemzone“ entschärfen will. Speziell eingehen will man dabei auf die Jugend und auf sanierungsbedürftge Bauten beides erfüllt der Kunstkeller optimal. Schön, wenn man an die unguten Klagen von Fürther PolitikerInnen über den hohen Ausländeranteil der Stadt denkt so sieht produktive Politik aus. Interessierte können den Verein übers Netz kontaktieren unter: vorstand@kunstkeller-O27.de!

Claudia Schuller