zeitung für den grossraum nürnberg - fürth - erlangen
 
Nr. 0              Juli 2000
INHALT

Themen
Bewegung
Literatur
Ausstellung
Musik&Spiele
Expo 2000
Revolutionäre Zellen
Medien
Glosse
Kampagnen
Adressen
Impressum


Themen

Z-Bau

Aus für  Alternativkultur in der Frankenstrasse. Es fehlen 300.000 DM!


Entschädigungsfond für Zwangsarbeit
Täterschutz oder Opferbeseitigung?
Interview mit Thomas Kuczynski


Ästhetische Verwirrspiele
Diskussion zum Verhältnis zwischen Kultur und Politik


Wettbewerb der Fensterputzer
Städtewettbewerb um eine Urkunde aus den Händen des Innenministers...

Es geht um Einschüchterung
Ausländeramt Ansbach in rechtlicher Grauzone
Eriträische und äthiopische Flüchtlinge befinden sich de facto in einem Gefängnis.

Expo 2000

Die BeHERRschung verlieren
Innen herrscht nachhaltige Leere, aussen die Polizei


Revolutionäre Zellen

Jedem revolutionären Herz eine Zelle
 Verhaftung angeblicher RZ-Mitglieder - Umgang mit Verrat in der Soliarbeit - kurze geschichte der RZ und Roten Zora


Bewegung

1. Mai nicht Nazifrei
Breites Bündnis gegen NPD- Aufmarsch



Beats against Utgard
Diskussion um Aktionsformen in der Antifa

Wenn das der Führer noch erleben könnte
Passau im nationalen Wallfahrtsrausch

NPD und  DVU sorgen in der Oberpfalz für schwarz-braunes Klima


Critical Mass
Widerstand heisst Radfahren. 
Über die Geheimnisse des mobilen Mob.
Hausbesetzung in Nürnberg

Überraschende Aktion für eine selbstbestimmte Jugendkultur
Keimzelle gekündigt

Aus für ein rebellisches Jugendprojekt
AntimilitaristInnen vor Gericht

Blockade mit juristischem Nachspiel
Ausstellung

Man rief Arbeitskräfte und es kamen Menschen
Die Erste Generation der "Gastarbeiter" - Ausstellung im Nürnberger Arbeitsamt



Von grossen Töchtern und kleinen Frauen
Sigenas kleine Schwestern - Ausstellung über spätmittelalterliche Frauengeschichte
Literatur 

Mein Leben ist mein Sonnentanz
Leonard Peltier:
Gefängnisaufzeichnungen



Ybottaprag. Heute. Geschenke Schupo...
Essays, Fließ- und Endlostexte von Annette Göschner
Wir sind die Guten

Aufsätze zum Thema "Antisemitismus in der Linken"

Siege der Vernunft
Peter Hacks: Die späten Stücke
Suits me

The Double Live of Billy Tipton
Ein Jazzmusiker, der eine Musikerin war


Das Gerede von der Arbeitsgesellschaft
Kritik an den soziologischen Interpretationen der Arbeitslosigkeit
Musik&Spiele

Butzenscheiben aus Splitter
Neues Glas aus alten Scherben: Ein Rivival-Aufguss dritter Klasse



Weltmusikfestivals
Ein Überblick über den Rest des Jahres


Vinci
Spiel des Jahres
Medien
12 Stunden Sendezeit für Radio Z
Ab 01. November hoffen die Nürnberger Alternativfunker auf ein 12-Stundenprogramm

Glosse
Von Sommersmog und trockenen Hälsen
Wie der Umweltminister einmal reingelegt wurde 
Kampagnen
Fit for Fair
Kampagne für "Saubere" Kleidung 
Karawane für die Rechte von Flüchtlingen und MigrantInnen

Wir sind hier, weil ihr unsere Länder zerstört
Deportation Class

 Das Geschäft mit der Abschiebung - Die Lufthansa hilft mit - Lufthansa unterm Hakenkreuz
Camps und Actiondays

 Umweltcamp im Grünen
-
Anti-Grenze-Camp in Brandenburg 

Global Actionday in Prag
Musik    

 
Welt-Musik-Festivals 
Ein Überblick für den Rest des Jahres
Wie vertreibt man sich abends die Zeit zuhause oder im Urlaub am Besten? Das Zauberwort heisst WELT-MUSIK-FESTIVALS, mit dem man eintauchen kann in die zauberhafte, mystische Welt der Weltmusik. 

Der Weltmusik-Boom hat auch längst die meist kleinen Provinzstädte erreicht, Tübingen und sein Afro-Brazil-Festival (7. - 9.7.), Rudolfstadt und das berühmte Tanz- und Folkfestival (7. - 9.7.), Lörrach und sein noch junges Stimmen-Festival (28. - 30.6.),um nur einige zu nennen.

Das anfangs erwähnte Rudolstädter Tanz- und Folkfestival ist eines der schönsten Festivals, dort verwandelt sich die ganze Stadt von Freitag bis Sonntag bis spät in die Nacht in eine fast nicht endende Bühne.Mittlerweile machen diesem Festival Jena und Perleberg Konkurrenz. Dem Weltmusik-Fan kann es nur recht sein.Und wer im Sommer in den Urlaub fährt, kann sicher sein, dass in seiner Nähe auch ein Weltmusik-Festival stattfindet, nur muss man wissen wo.

Jedes unserer Nachbarländer kann mit sehr berühmten Festivals aufwarten, so z.B.: Frankreich: Musiques Metisses in Angouleme (8. - 12.6.), Belgien: Sfinks-Festival (27. - 30.7.), Niederlande: Amsterdam Roots Festival (3. - 12.6.), Schweden: Falun Festival (12. - 15.7.), England: WOMAD Festival in Rivermead (21. - 23.7.)Auch im Lieblingsreiseland Spanien gibt es mittlerweile einige hervorragende Festivals, die aber noch nicht so bekannt sind. Das muss kein Nachteil sein, oft kann man so vielmehr Kontakt zu KünstlerInnenn bekommen, wenn die BesucherInnenzahl noch nicht so groß sind.

Die Liste ist unendlich lang, ein weit entferntes World Musik Festival findet auf La Reunion (1. - 10.10.) statt. Die Insel liegt im indischen Ozean bei Madagaskar, gehört aber zu Frankreich. Marokko und Tunesien haben internationale Folklore Festivals seit Jahren veranstaltet. Ich kann mir nichts schöneres vorstellen als diese Musik in einer Oase zu erleben: Die Sonne versinkt spektakulär im Wüstensand, der Duft von gegrilltem Fleisch zieht durch die Nase und die Musik schwingt durch die Nacht. Tagsüber kann man noch die Märkte besuchen und den folkloristischen Tänzen beiwohnen.

Weiter südlich in Abidjan findet alle zwei Jahre das MASA-Festival statt, es werden afrikanische Theater-, Tanz- und Musikgruppen eingeladen. Jemanden, der den Kick im Neuen sucht, ist hier bestens aufgehoben. Diese Musikgruppen kennt zu diesem Zeitpunkt in Europa keiner.Wer einigermaßen Französisch kann und das Chaos nicht scheut, wird sich hier sehr wohl fühlen, es ist sozusagen ein Festival mit Abenteuercharakter.

Alle Jahre zum nationalen Musiktag findet in Zimbabwe ein Festival der Musiker statt. Der Eintritt kostet symbolisch nur 1 Pfund und man hat die Qual der Wahl, denn es treten dort in Harare, der Hauptstadt, 30 und mehr Gruppen auf. Auch einige große Stars lassen es sich nicht nehmen, ohne Gage vor dem begeistertem Publikum aufzutreten.Nun bin ich in meiner Begeisterung ganz weit im Süden Afrikas gelandet. 

Bisher noch nicht erwähnt habe ich den Ostblock, der mit einem unwahrscheinlichen Enthusiasmus eine eigene Welt-Musik-Szene aufbaut: 2 Festivals in Prag, das bekannteste in Gruga Godba in Ljubliana, Slovenien (3. - 10.6.) und - die Folk Fiesta Era GSM in Polen (7. - 9.7.).

Wer am 24.12., am "Heiligen Abend", noch unbedingt ein Festival besuchen möchte, der muss nach Paris fahren. Dort findet jedes Jahr das AfriColor Festival vom 22. - 24.12. statt. Danach kann man ja wie in Frankreich üblich, ein schlichtes Abendmahl in einem feudalen Restaurant einplanen. Und was machen diejenigen, die diese tollen Konzerte nicht besuchen können, ganz einfach Radio Z am Montag von 22-24 Uhr hören, da läuft Pangäa, die Sendung für Weltmusik.Für lusophone LiebhaberInnen gibt es noch einen zweiten Termin, jeden 1. Freitag im Monat, ebenfalls von 22-24 Uhr Lusomania, die Sendung mit Musik aus Portugal, Brasilien, Angola, Guinea-Bissau, den Kapverden, Mozambique und Sao Tome E Principe.
 
 

Wolfgang Elfmann