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zeitung für den grossraum nürnberg - fürth - erlangen


Nr. 11         November 2001

 
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Editorial
 
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International
 

..mehr eine Befindlichkeits-
diskussion

Moshe Zuckermann über das israelisch-palästinensiche Verhältnis nach dem 11. September




 
Politik & Berichte
 

Tanz den Berlusconi

Nachbetrachtungen zu den Demonstrationen gegen den CSU-Parteitag und den NPD-Aufmarsch in Nürnberg

Schützen oder vernehmen?

Polizei setzt Deutsch-Syrer unter Druck

Zu grün?

Landesverband klagt gegen grüne Konkurrenz

Gold Umweltschutz - Menschenrechte

Menschenrechtsaktionen zum verantwortungsbewussten Umgang mit Edelmetall

Die Solidarisierung der Gleichen aufbrechen

Bericht von der BUKO: Der bundesweite Dachverband von 160 linken Gruppen will sich noch weiter öffnen

Bedrohung durch Nazis in Schwabach reist nicht ab!

Jugendlicher mit Pistole bedroht

Prozess gegen Nazi-Skinhead vor dem Erlanger Amtsgericht

Nachrichtensperre vor NPD-Aufmarsch

Polizei bat Presse um Stillhalten nach Nazi-Angriff auf Raumzeitbüro




 
Kommentar & Meinung
 

Medien und Ohnmacht

Sven Glückspilz über die trügerische Nestwärme linker Internetpräsenzen

Monatsrückblick

Wolfgang Schlicht über hausgemachte Terroristen und die Leitlinie "Krieg"

CSU, Gewerkschaften, Autonome gegen die NPD

Michael Liebler über einen seltsamen Schulterschluss




 
Kultur lokal
 

Dokuzentrum Reichsparteitag

Interview mit Eckhard Dietz-Felbinger über die Erinnerungskultur in Deutschland und Nürnberg

GOHO: Von der brotlosen Kunst zur Kunst als Brot

Kulturreportage über Ateliertage jenseits elitären Gehabes

Raumzeit und Radio Z präsentieren:

Antifakonzert: Beats Against Racism

Wie Bilder morden helfen

Eine Ausstellung über judenfeindliche Postkarten

Z wie Zukunft

Radio Z startet Zukunftsprojekt mit Riesenfete

Schönes Wetter - viele Filme

Die Hofer Filmtage

Alte Koffer mit neuem Gesicht

Kofferfabrik: Neuer Aufbruch für ein Kulturzentrum in Fürth

Denk ich an Deutschland in der Nacht ...

Sulzbach-Rosenberger Schülergruppe macht überraschend professionelles Theater gegen Rechts




 
Buch
 

Wer weist bin Laden auf seinen Fauxpas hin?

Kritisches über W. Montgomery Watt: "Der Einfluss des Islam..."

Von Acid nach Adlon und zurück - eine Reise durch die Deutschsprachige Popliteratur

Buch von Johannes Ullmaier

Ring of Fire ...

egozine einer jungen beinamputierten US-Amerikanerin kippt gender-Schubladen aus

Der Blues

Neuaufgelegte Texte der Bewegung 2. Juni

Die verbesserte Frau

Interview mit der Buchautorin Barbara Kirchner



 
Sonstiges
 

Zeittotschläger November/Dezember

Veranstaltungen

Politik & Berichte

 

Nachrichtensperre vor NPD-Aufmarsch

Scheiben des Erlanger „raumzeit“ - Redaktionsbüros eingeschmissen

In der Nacht zum 23. Oktober flogen Steine durch die Scheiben eines Erlanger Büros, das auch von der „raumzeit“ als Redaktionsbüro genutzt wird.
Am nächsten Tag ging das dazugehörige Bekennerschreiben ein. Die Verfasser reihen sich in die rechtsextreme Anti-Antifa ein und verweisen auf die Berichterstattung der „raumzeit“ gegen „nationale menschen“. „auf einen brandsatz haben wir bewusst verzichtet“ heißt es in der “Erklärung“, „da sonst eventuell unbeteiligte anwohner in mitleidenschaft gezogen wären“.

Erst hinterher erfuhr die Bürobelegschaft, dass ihre Adresse bereits im einschlägigen Nazi-Fanzine „Landser“ unter der Rubrik „Anti-Antifa“ abgedruckt worden war: als weiteres lohnendes Angriffsziel in einer Aufzählung von bereits „erfolgreichen“ Anschlägen auf das Auto eines verhassten „Antifas“ und anderen Aktionen.

Die örtliche Tagespresse war sofort informiert, da in der Redaktion der „Erlanger Nachrichten“ (EN) auch ein Bekennerschreiben einging. In der Presse war über den Vorfall trotzdem vorerst nichts zu lesen. Es gäbe auf Initiative der Polizei ein „Stillhalteabkommen“, über solche Themen vor dem folgenden Wochenende nicht zu berichten, so eine Redakteurin der EN.

Auch die Erlanger Polizei bestätigte, dass mit den Tageszeitungen „Erlanger Nachrichten“, „Nürnberger Nachrichten“ und „Fränkischer Tag“ als „deeskalierende Maßnahme“ ein „Stillhalteabkommen“ vereinbart worden sei. Man wolle die „Stimmung“ vor der NPD-Demonstration am darauffolgenden Samstag in Nürnberg durch solche Informationen nicht weiter „aufheizen“.

Ähnliche Deeskalationsmaßnahmen schienen im Vorfeld der Demonstration gegen den Berlusconibesuch nicht für notwendig erachtet worden sein. Allerdings war es hier der bayerische Innenminister selbst, der die Berichterstattung über immenses Gefahrenpotential „von links“ in Gang setzte.

Schließlich berichteten die EN erst am folgenden Montag über die Anti-Antifa-Aktivitäten vom letzten Montag gegen das Büro. Kurz nach dem Anschlag wurde ein Mitarbeiter der „raumzeit“ von den EN eindringlich gebeten, doch auch an andere Medien vorher keine Pressemitteilung abzugeben. Denn trotz der Verspätung sollte der Bericht „exklusiv“ sein. So exklusiv, wie die Polizei erlaubt.

   w.m.