"Die Presse selbst ist frei..."
...sagt die Polizei
Nicht bevor der NPD-Aufmarsch am 27. Oktober gelaufen war, wurde in der
Tagespresse erwähnt, dass im Erlanger raumzeit-büro von rechtsextremen
Anti-Antifa-AktivistInnen die Scheiben eingeworfen wurden (ausführlich siehe
raumzeit 11, Seite 6).
Die Erlanger Grüne Liste-Fraktion fragte in diesem Zusammenhang die Erlanger
Polizei, ob es ein solches Vorgehen, dass die Presse zum Stillhalten überredet
wird, auch bei anderen Gelegenheiten gab?
Antwort von Polizeidirektor Ernstberger: "Als ich (...) von der Straftat in der
Feldstraße erfahren habe, wurde von mir im Rahmen der Lagebeurteilung -
angekündigte NPD-Versammlung am 27.10.2001 in Nürnberg - darauf hin gewirkt,
über diese Straftat erst nach dem 27.10. zu berichten.
Die Redaktionen (Fränkischer Tag und Erlanger Nachrichten) entsprachen der Bitte
und berichteten erst im Nachhinein. Solche deeskalierenden Maßnahmen werden
nicht nur bei bestimmten Demonstrationsgeschehen angewandt, sondern auch bei
schweren Straftaten wie beispielsweise Entführungen und Produkterpressungen.
Wie Ihnen bekannt sein dürfte, regt die Polizei dies nur an. Die Presse selbst
ist frei in ihrer Berichterstattung."
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