editorial
Liebe LeserInnen,
die raumzeit macht Pause - warum auch nicht, schließlich
machen ja alle mal Pause:
Die Grünen machen Pause von der Opposition und sind endlich
ins Regieren eingekehrt. Das freut uns: schön ist das schließlich
auch für die grüne Basis, denn auch die darf Pause machen
- im Nachdenken. Von den Grünen lernen heißt Verantwortung
tragen lernen - auch das haben wir uns zu Herzen genommen und
ebenfalls Streichhölzchen gezogen.
Den kürzeren zogen diesmal Antonia und Bernd. Die müssen
den ganzen Mist verantworten, der wieder in dieser Ausgabe verzapft
wurde, die anderen 28 Redaktionsmitglieder können getrost
und guten Gewissens in Skiurlaub fahren.
Hier könnten natürlich die Grünen noch von uns
lernen: Nur 4 von 47, die ihrem Gewissen einen Skiurlaub gönnen
durften. Ihnen von dieser Stelle aus: Hals- und Beinbruch.
Auch die Neue Mitte der SPD will ja nun mal Pause machen und
hat das auf dem Parteitag auch deutlich gezeigt - jubelnd und
winkend: "Gerhard, geh du voran", "Es lebe der
neue Internationalismus und der deutsche Spürpanzer".
Eigentlich war das aber zum Ärger Schröders und des
Parteivorstands, die sich ja eine kritische Auseinandersetzung
erhofft hatten - und vergessen hatten, vor dem Parteitag dafür
Streichhölzer ziehen zu lassen.
Per Beschluss wurde, um den zu Tage getretenen Mangel auszugleichen,
nun eine Art Anzeige aufgegeben. Nachzulesen ist die in einem
Papier unter www.spd-parteitag.de/servlet/PB/menu/1002013/index.html,
wo es heißt:
"Wir suchen die Zusammenarbeit mit allen, die sich gewaltfrei
für die soziale und ökologische Gestaltung der Globalisierung
engagieren". Lustig nicht? Weil sie nur noch solche haben
die sich mit Splitterbombenabwürfen für die soziale
Gestaltung der Globalisierung engagieren wollen ... Wer sich da
wohl meldet? Na das könnte eine längere Pause werden.
Am Ende ruft doch nur wieder der Lafontaine an ...
Wen wir sonst noch in die Pause schicken möchten? Den Generalstab
der Bundeswehr, Bundestag und Bundesrat, das deutsche Volk, Harald
Schmid, den FCN und unseren lieben Gerichtsvollzieher Dietmar
Kruse.
Euch liebe LeserInnen wünschen wir, nutzt diese Pausen gut.
So könntet ihr etwa bis zum Januar ruhig nochmal zum Zeitungsstand
gehen und euch eine frische raumzeit holen (doppelt gelesen hält
besser), aus ein oder zwei Parteien die Basis (heißt das
Basisen?) rausekeln, hier oder da eine Revolution anzetteln oder
wenigstens unserem Gerichtsvollzieher nachts auflauern.
In der Hoffnung, dass wir dann im Februar aus dem Skiurlaub kommen
und sehen, dass ihr auch ordentlich was geleistet habt,
grüßt euch
euere raumzeit
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